Fahrmotor-Ventilator

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Fahrmotor-Ventilator
Pos. (2) ist der Fahrmotor-Ventilator
Fahrmotor-Abmessungen
Fahrmotor-Steckanschluss

Der Fahrmotor-Ventilator kühlt den Leroy-Fahrmotor von der Kollektorseite her und bläst auch gleichzeitig den Kohlestaub der Schleifkohlen aus dem Motor. Er ist auf der in Fahrtrichtung linken Seite hinter dem schwarzen Relaiskasten und neben dem Wasserbehälter für das Kühlwasser montiert. Das Radialgebläse saugt Luft durch ein Gitter vom Wasserbehälter her an und bläst nach unten in einen Rohrbogen, der die Kühlluft zum Motor in den Kollektorraum führt.

Die Teile-Nummer ist MP 4520/S97 oder auch /S10. Man muss aber auf die Lage der Befestigungsschrauben achten - es gibt mindestens zwei Versionen!

Dieses Radial-Gebläse ist ein Verschleissteil, das regelmässig kontrolliert werden muss. Fällt dieser Ventilator aus, kann es zu Folgefehlern und Schäden kommen. Siehe dazu auch die Informationen hier.
Das Gebläse ist baugleich mit dem Gebläse der Lüftung.

2015 kostete das Original-Ersatzteil etwas über 100€.


Der Motor des Gebläses ist sehr anfällig und in der Regel die Ursache für einen Ausfall des Ventilators. Unter Brushless-Ventilatormotor ist beschrieben, wie dieser Motor gegen einen verschleissarmen Brushless-Motor getauscht werden kann.


Der Steckanschluss hat vier Kontakte: Masse und Stufen 1 bis 3. Als Motorlüfter werden nur die Stufen 2 und 3 benutzt. Bei Stufe drei liegen die vollen 12V Bordspannung am Gebläsemotor an. Die beiden anderen, niedrigeren Leistungsstufen reduzieren die Motorspannung durch im Gebläsegehäuse eingebaute Widerstände.


Folgende Probleme können mit dem Motorlüfter auftreten:
1. Im Lüfter drinnen ist einen Einwegsicherung! Wenn der Lüfter älter wird und schon schwerer läuft, dann brennt diese durch und keiner merkts bis die Kohlen weg sind!
2. der Motorlüfter hat vier elektrische Anschlüsse GND, langsam, schnell, und motor direkt! (langsam und schnell sind über Keramik-Vorwiderstände im Motorgehäuse geführt). Bei manchen Autos, ist die Schnelle Motrostufe jedoch direkt an den Motor geführt! Das hat zur Folge, daß gleich mal die Sicherung (links unter dem Lenkrad) durchbrennt, weil diese nicht dafür ausgelegt ist. Das ist jene Sicherung, welche extra mit einem Klipp befestigt ist und nie an der selben Stelle und daher schwer zu finden!

Beide Punkte führen dazu, daß der Kollektor nicht ausreichend gekühlt wird und sich die Kohlen daher viel zu schnell abnützen. So in 1 bis 2 tausend km fährt man schon auf den Kupferanschlussdrähte der Kohlen! Der viele Kohlestaub wird durch den Lüfter auch nicht mehr ausgeblasen und legt sich daher überall im Motor an! Dies hat dann weiter zur Folge, dass der Isolationswiderstand extrem absinkt. Gemessen 15 bis 20 kOhm zum Gehäuse. (Fahrzeuge in gutem Zustand haben einen gemessenen Isolationswiderstand von > 1MOhm). Ob das wirklich mit dem Eintrag "Permanenter Fehler Isolierung" im ELIT zusammenhängt, bin ich mir noch nicht ganz sicher! Denkbar ist das natürlich schon. Aber es gibt im Forum ja unterschiedlichste Hypothesen dazu....

Empfehlung

  • Motorlüfter regelmäßig zu kontrollieren!
  • die Sicherung für die schnelle Stufe des Lüfters kontrollieren! Wenn diese durchgebrannt ist auch die Anschlüsse des Motrolüfters kontrollieren und nötigenfalls mit Ohmeter messen!

(größter Widerstand == langsamste Stufe; mittlerer Widerstand==schnelle Stufe; kleinster Widerstand == Motorlüfter direkt) und dann richtig stellen! (Steckverbinder auf Steuergerät seite kann nicht zerstörend geöffnet werden!!!!)

  • die Sicherung für die langsame Stufe kontrollieren! Diese ist gemeinsam mit der Heckscheibenheizung. Also diese einmal einschalten und schauen ob die Kontrollampe leuchtet, reicht vollkommen!