Akku (NiCD)

Aus PSA-electric-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der originale Akku ist ein Nickel-Cadmium-Akku der französischen Firma Saft, Typ STM5-MRE.
Die deutsche Vertriebsgesellschaft des Saft-Konzerns ist in Nürnberg als Saft Batteries GmbH ansässig.

Befüllt sind die Zellen mit konzentrierter Lauge - also Vorsicht bei allen Arbeiten am Akku!
Die Zusammensetzung der Lauge ist: (bei -15 Grad ??) 20-22% KOH und 5-20 g LiOH/Liter (für ein langes Leben) Quelle
Siehe dazu auch eine Beschreibung der Fa. Ferak zu ihren vergleichbaren Batterien.
Im norwegischen Wiki steht ein Laugenrezept.
Übersetung (Google translate Norwegisch -> Englisch):
Electrolyte: Potassium hydroxide unless addition of lithium hydroxide. Max 385g per liter of water or 23 g KOH / 100 ml to provide a specific gravity of max 1.21g / liter.I practice is mixed circa 28 g crystallization liquor, which is 87% pure because of water in krystalstruktur with 72ml pure water to produce 100 ml finished lye at 20 degrees. 500g dissolved in 1.25 liters of water gives the same strength. Extremely corrosive! Filling and adjusting the concentration is theoretically possible but practicable difficult and dangerous.

Im Handel findet man in der Regel KOH-Monohydrat, also mit Kristallwasser. Deshalb finde ich für die Praxis diese Angabe am besten: 28g KOH-Monohydrat mit 72g Bi-dest. Wasser mischen.

Die zweite große Gefahr ist die hohe Gleichspannung von 120V und mehr (je nach Fahrzeugtyp und Ladestand).
Bitte unbedingt vor Aufnahme der Arbeiten am Stromkreis diese Sicherheitsanweisungen gründlich durchlesen und beachten!
Diese Sicherheitshinweise sind vielleicht für Nicht-Franzosen besser verständlich ;-)

Die Akkumulatoren bedürfen einiger Pflege.
Neben einer sehr bewussten Behandlung muss auch regelmässig destilliertes Wasser (besser Bi-dest.) im Rahmen einer Wasserwartung nachgefüllt werden.
Dann gibt es noch die beiden sog. Lazy- und Memory-Effekte: Beim Lazy-Effekt steigt der Innenwiderstand, wenn die Stromentnahme langfristig weit unter 1C (also 100A) liegt. Fährt man also immer nur im grünen Bereich der Eco-Anzeige, dann wollen die Akkus nur noch unwillig mehr "Saft" geben. Der Memoryeffekt tritt auf, wenn die Akkus langfristig nie leer gefahren werden und die Ladung dann nur über einen Teil der vollen Kapazität erfolgt. Dies "merken" sich die Akkus und wollen dann auch nur noch diese Teilkapazität abgeben. Eine Diskussion dazu im Forum elektroauto.net

Die Akkus gibt es in zwei Ausführungen "G" und "D". Diese zwei Ausführungen unterscheiden sich durch die Anordnung der Pole. Man kann sich die Zuordnung leicht merken:
Wenn man den Minuspol zu sich ausrichtet, ist er bei der Ausführung "G" links - auf französisch heisst links "gauche".
Umgekehrt ist er bei der Ausführung "D" rechts - auf französisch "droite".

Akku G D.jpg

Auf dem Bild ist auch zu sehen, daß der Minuspol oft Kristallablagerungen aufweist. Ein Zeichen für einen Defekt ist dies aber nicht.

Die 20 Akkus bzw. Batterien eines Citroen AX und Citroen Saxo sind in drei Kästen untergebracht:

Maße der Akkukästen - Thread im Forum Elektroauto.net - Skizze aus dem o.a. Thread

Links zu NiCd-Akkus

Ladekonzepte - Thread mit Zusammenstellung von Piett im Forum Elektro-Auto.Net und zum Download auch die PDF Datei von Piett.

Ausbau des hinteren Akku-Kastens eines AX mit einer Motorradhebebühne und Reparatur der Kühlung

Reparatur von Saft Akkus

STM MR-MRE Technisches Handbuch (engl.)

STM5-100 MRE Handbuch zum Laden (engl.)

Zu den Lademodi stehen hier im Thread sehr interessante Infos. Daraus die PDF Zusammenstellung von Piett.

Wiki Artikel zu NiCD Akkus im Elweb

Wiki Artikel zur Messung der Elektrolyt-Höhe im Elweb